Manfred Baierl

Dipl.-Des., studierte in Mainz, Amsterdam und Montréal Visuelle Kommunikation, seit 1983 Künstlerischer Leiter von GAMB Cross-Media-Design in Frankfurt am Main, Mitglied der VG Bild-Kunst, freischaffender Grafiker mit starkem Engagement im Bereich Sozialer Arbeit, seit 1990 Mitglied der Initiative Cooperate Identity (ICI) und Förderer des Open-Source-Gedankens.

"Mit SVG steht uns allen nun endlich eine Methodik zur Verfügung, die propriätäre Kommunikationslösungen platt und veraltet aussehen lässt:

SVG ist neu, einfach, billig und wird gut.
Da es nicht von einem einzelnen Unternehmen entwickelt wird, sondern vom weltweiten Normungsausschuss des Internets (W3C), bietet dieser offene Standard die größte Gewähr für nachhaltiges Arbeiten in den nächsten Jahren.

Damit sollten sich alle Designer und Web-ProgrammiererInnen beschäftigen, ist es doch jetzt schon absehbar, dass SVG das Internet ebenso revolutionieren wird, wie es Postscript vor 15 Jahren mit der Druckvorstufe getan hat."

Manfred Baierl im Juli 2003 vor dem Westin Bayshore Hotel in Vancouver (Canada) bei der SVG-Open-Konferenz des W3Cdem Kongress
Juli 2003 auf der SVG-Open-Konferenz in Vancouver

"Die vordringlichste Aufgabe im Arbeitsfeld Design ist die Entwicklung der Fähigkeit, mit anderen Spezialisten zusammenarbeiten zu können."

Das fing vor 90 Jahren mit dem intensiven Einlassen auf text- oder wissenschaftlich orientierte Autoren an. 1980 kamen die Marketing-Experten dazu, 1990 die Computerfreaks und seit etwa 6 Jahren die Programmierer und Programmiererinnen, durch deren Fachwissen moderne Gestaltung stark beeinflusst wird.

Die Erfahrungen mit Macromedias "Flash" haben uns (und dem werten Publikum, den Usern und Userinnen) dabei schon längst gezeigt, dass es sowohl keinen Sinn macht, aus einem guten Programmverständnis heraus technische Spielereien zu programmieren wie auch mit einem guten Kommunikationsverständnis gute Inhalte mit langweiligem Verhalten anzubieten.

Die solide Lösung dieses Dilemmas wird meiner Meinung nach nur durch eine Integration verschiedener Spezialisten in den Gestaltungsprozess erreicht, bei der alle Seiten voneinander lernen. Mit dem Aufkommen einer lesbaren, universellen XML-Definition für zweidimensionale Objekte á la Postscript gibt es jetzt überhaupt keinen Grund mehr, sich als Designer nicht mehr darum zu kümmern.


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